Close

Alternativer Wissenskongress

Alternativer Wissenskongress NRW 2018
Am Sonntag, dem 11.11.2018 starteten Benita und ich um 5 Uhr morgens von Hamdorf aus mit dem Auto, um zum AWK nach Dortmund zu fahren. Rainer Rotfuss hatte mich dazu eingeladen, um dort von meinen Erfahrungen unserer Syrienreise – Ostern dieses Jahr – zu berichten.
Erst spät am Samstagabend hatten wir den genauen Veranstaltungsort erfahren. Es herrschte in den Reihen der Veranstalter und Organisatoren erhebliche Sorge vor der Antifa, die Ihren Protest zu der Veranstaltung angekündigt hatten.
Um 9Uhr 30 erreichten wir das Ziel in der Eulenstraße im beschaulichen Städtchen Fröndenberg bei Dortmund. Polizei überall. Vor den Türen des Veranstaltungslokals mussten wir noch 20 Minuten warten, bis endlich – zunächst zwei große, schwarze glatzköpfige „Bodyguards“ eingelassen wurden, – um sodann den umständlich und peinlich genauen Einlass zu kontrollieren, um zu verhindern, dass die Veranstaltung von feindlichen Antifa- Kräften unterwandert werden konnte.
Das Lokal – bezeichnenderweise von einem Österreicher geführt ( es findet sich kaum noch ein deutscher Gastwirt, der sich traut, eine solche Veranstaltung zu beherbergen) – war von Polizei umstellt. Ich glaube fast, es waren mehr Polizisten, als Teilnehmer vor Ort. Ich schätze, es waren so ca. 100 Teilnehmer. Obwohl die Veranstaltung nicht explizit eine AfD Sache war, so war das Publikum, die Referenten und die Thematik doch eindeutig „AfD affin“.
Nach der Ansprache des Moderators, hielt Rainer Rotfuss die erste Rede, in der er von seiner Arbeit als Organisator von drei Druschba – Friedensfahrten nach Russland und der damit verbundenen Volksdiplomatischen Initiative erzählte und dass er sich im Sommer dieses Jahres dazu entschlossen hatte, der AfD beizutreten und zugleich sein Amt als Vorsitzender des Vereins Druschba eV. abzugeben. Auch warnte Rainer Rotfuss vor der bevorstehenden Unterzeichnung des „Migrationspacktes“ – von einem UNO-Gremium ausgehandelt, – soll er am 2.Dez. in Marrakesch unterzeichnet werden, unter anderen auch von Angela Merkel.
Als zweiter Redner sprach Rico Albrecht über die Bedeutung von Vernetzung unter Gleichgesinnten und über Methoden und Erfahrungen in diesem Bereich.
Eine Frau aus dem Publikum hielt einen kurzen Vortrag über ein Projekt der Alternativen Szene, wo eine Gruppe von befreundeten Menschen, auf einem angepachteten Stück Land gemeinschaftlich Obst und Gemüse anbauten und Tiere hielten – und sich so „vernetzten“ und dabei eben auch über Politik – Gott und die Welt sich aussprachen.
Eine junge Frau (deren Namen ich leider nicht mehr weiß – Sylvia Bös—–?) die im Bundesparlament für einen AfD Abgeordneten (Martin Hebner) arbeitet, hielt einen Vortrag über die Hintergründe des „Migrationspacktes“.
Es wurde sodann ein Hut mit Zetteln herumgereicht – und jeder im Publikum zog daraus eine Zuteilung zu einem anschließenden „Arbeitskreis“ mit jeweils einem der Referenten. Auf meinem Zettel stand Rainer Rotfuss, was mir sehr recht war. In einem kleinen Kreis von 8 bis 10 Mitgliedern, saßen wir für eine knappe halbe Stunde und diskutierten über jeweils ein Thema.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, welches im Lokal organisiert war, stellte jede der 5 Gruppen in einem kurzen Vortrag, das Ergebnis ihrer Beratung vor.
Christian Jung , Autor „Der Links-Staat“ hielt danach einen Vortrag über Linksextremismus, ein staatsfeindliches Phänomen, das durch den Staat selbst gespeist wird.
Max Bachmann – Reporter von „eingeschent.tv“ (der auch mit uns auf der Druschba Russlandfahrt dabei war) – hielt einen Vortrag über das Erstellen von Videos und gab dabei wertvolle Tipps.
Als „Ersatz“ für die im Plan vorgesehenen „Leyla Bilge und Myriam Kern“ die leider verhindert waren und nicht kommen konnten, – hielten „Thomas und Nico“ – von „Beweg Was Deutschland“ – einen engagierten Vortrag über das Organisieren von öffentlichen Demos und Protesten.
Zum Schluss hielt der renommierte Mittelstandsforscher Prof. Dr. Eberhard Hamer einen Vortrag über „Der Tiefe Staat wird übergriffig. Steht für Eure Heimat auf – Es ist 5 nach 12!“
Mit etwa einer Stunde Verspätung wurde die Veranstaltung um 18 Uhr dreißig beendet. Der Polizei wurde unser Dank für ihre Unterstützung durchs offene Fenster mitgeteilt.
Auf der Heimfahrt nahmen wir noch einen Teilnehmer aus Hamburg in unserem Auto mit und die lebhaften Gespräche halfen mir dabei, wach zu bleiben.
Mein Fazit:
Die Bezeichnung „AWK- Akademie NRW“ – halte ich für ein wenig „ambitioniert“ für diese Veranstaltung, – obwohl ich schon gerne jeden Versuch in diese Richtung loben möchte. Um einigermaßen brauchbare Ergebnisse herauszuarbeiten, hätte mehr Zeit aufgewendet werden müssen. Der Kongress hätte über mindestens zwei Tage laufen müssen.
Sehr gestört hat mich die Angstfixierung auf den angeblichen Gegner Antifa. Die ganze Geheimnistuerei und Abschottung halte ich für kontraproduktiv. Die AfD wirbt mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“ – Da würde ich mir schon etwas mehr „Mut“ dabei wünschen. Ich würde die Veranstaltung auch für Antifa – Anhänger öffnen. – Wenn sich ergäbe, dass diese die Veranstaltung nur stören wollten und keine Bereitschaft zu einer gesitteten Auseinandersetzung zeigten, so hätte man immer das „Hausrecht“ – sie zum Verlassen des Lokals aufzufordern. Bei Nichtbefolgung könnte man immer noch auf die Hilfe der Polizei zurückkommen. Die Gefahr einer Eskalation – und „Schlägerei“ nähme ich dabei „in Kauf“ – und das ist der „Mut“ – von dem ich spreche. Ich bin gewiss kein „Schlägertyp“ – aber wenn es einmal nicht anders geht, dann bin ich mit meinen beinahe 70 Jahren immer noch bereit, – für meine Überzeugungen „einzustehen“ – und wenn’s mir aufgezwungen wird, – mit der Faust. Dass mir dabei auch etwas passieren könnte? – Ja und? – Das Leben ist lebensgefährlich – und am Ende sind wir alle tot. – Wolf Biermann singt – „wer sich nicht in Gefahr begibt, – der kommt drin um“. – Das ist genau die Situation, die er – zu Recht – anspricht.
Aber an „Mut“ – fehlt es an allen Ecken und Kanten in Deutschland – und leider ist da auch die AfD nicht die große Ausnahme, die ich mir vorstellen möchte. Es fehlt an Mut – Kinder zu machen, – zu seinen Überzeugungen zu stehen und Wahrheiten herauszufinden und anzuerkennen.
Auch die große Angst vor dem „Migrationspackt“ teile ich so nicht ganz. Zugegeben ist es ein widerliches perfides Werk, aber – was daraus wird, wie wir am Ende damit umgehen, – das liegt in unseren Händen. Nicht die vielen Migranten, die zu uns kommen sind in meinen Augen die wirkliche Gefahr, – sondern unsere Politik, – unsere Gesinnung, – das, was wir aus ihnen machen. – Als Gegenbeispiel möchte ich die Einwanderungs – und Siedlungspolitik des Soldatenkönigs und seines Sohnes – dem Alten Fritz – anführen. – In einer – für die damalige Zeit revolutionären Weise, hat er große Mengen von Flüchtlingen (Hugenotten, Juden u.s.w.) aufgenommen, – ihnen sogar Religionsfreiheit gewährt – und damit in beachtenswerter Weise sein Reich und seine Macht ausgebaut. Nur, – sie wurden gefördert, gefordert und integriert. Sie mussten ihrem „Gastgeber“ gehorchen, – was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist.

One Comment on “Alternativer Wissenskongress

  • Tom Kath
    19. November 2018 at 01:53

    Yes! A lack of courage. Our father claimed, quite credibly, to have left Germany in 1960 due to this despicable subservience and general acceptance of the occupying conqueror’s values. The general consensus that we Germans had been very bad people, was insupportable and persists today.

    And yet, we revere historic populations such as Afghanis, Yemmeni, and Russians, for whom capitulation and surrender is unthinkable!

    The ability to be conquered, or alternatively to be beaten but NOT conquered, marks the fundamental difference in perspective between the feminine and the masculine. It may sound a little simplistic, but the ultimate aim of the female is to surrender, while the ultimate aim of the male is to conquer. That the German, and indeed „WESTERN“ perspective is exaggeratedly feminine, is in my view what the entire „anti establishment“ movement is spawned by.

    Open borders and immigrants are legitimately feared by a population which is accustomed to surrender, despite the fact that refugees have by definition already capitulated and surrendered. Once again simplistically put, Nationalism and defending territory is a male preoccupation and cannot be indefinitely suppressed.

    Antworten
  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.