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Unzeitgemäße Betrachtungen

13.03.2012   – in Anbetracht der jetzt offensichtlich einsetzenden „Götterdämmerung“ (in den Mainstreammedien) gegen die Merkelregierung – finde ich den vor sechs Jahren von mir geschriebenen Text heute noch, – oder wieder sehr relevant.

Jedoch möchte ich aufmerksam machen, – so wie mein Freund Hermann Ploppa in seinem jüngsten Kommentarvideo dargelegt hat – die „Freude“ über ein in Aussicht stehendes Ende der Merkel – Ära – könnte sehr leicht getrübt werden, – wenn sichtbar wird, wohin der „Medienpush“ zielt, – nämlich in Richtung einer Hoffierung der Grünen, – welche inzwischen in Punkto transatlantische Hörigkeit und Anbiederung – die Altparteien von CDU und CSU überholt zu haben scheinen.

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Unzeitgemäße Betrachtungen                 Alfred Kath,  Hamdorf     04.02.2015

Mein Vater meinte schon vor Jahren, die historische Bewertung Churchills würde in England beginnen zu bröckeln. Für diese These konnte ich allerdings noch keine Anhaltspunkte finden. Dass es jedoch so kommen wird,daran habe ich keinen Zweifel. Immerhin, wie man am Resultat seiner Politik längst erkennen kann, – er hat Europa und das englische Empire an Amerika „verkauft“ – für seinen persönlichen Sieg. Dass dem so ist – und dass vor dieser Erkenntnis noch immer wesentliche und maßgebliche Teile der britischen Gesellschaft ( und nicht nur der britischen) – Angst haben – zeigt am deutlichsten die Tatsache, – dass heute noch, nach über 70 Jahren, Teile der „Hess Akte“ als geheim – der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Die Frage ist doch mehr als berechtigt, – was wird da – warum – zurückgehalten?

Geschichte wird von Siegern geschrieben. Das ist so. Wir wissen es alle.

Dass Amerikaner und Juden kein Interesse an einer „Geschichtsrevision“ haben, ist verständlich. Zur Klärung: ich bin weder Antisemit noch Antiamerikaner. Ich achte die Juden sehr, auch für ihr Geschick, aus dem fürchterlichen Schicksal -schlag, dem Holocaust Kapital zu schlagen. Vor allem aber achte, – ja bewundere ich geradezu, ihre Fähigkeit, – trotz aller Widrigkeiten, an ihrer Identität festhalten zu können. Sie bleiben ihrem Gott treu. Das macht sie so stark.

Bei allem Respekt jedoch, ich bin kein Jude, auch kein Amerikaner. Aus diesem Grunde lehne ich – mit Nietzsche – sogar das vom Judentum abgeleitete Christentum ab und auch die „amerikanische Religion“ – den Glauben an den Dollar und den damit verbundenen „american way of life“.

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Richard Freiherr von Weizäcker, der Ehrenpate meines zweitjüngsten Sohnes, war ein honoriger Mann, der vieles gut und richtig gemacht hat. Gerade jedoch an der Stelle, wo er am meisten gelobt wird, – für seine Rede 1985 – setze ich Kritik an. Dafür zu plädieren, einen verlorenen Krieg als „Befreiung“ zu verstehen, hat immense, tiefgreifende Auswirkungen auf unser Selbstverständnis, auf unsere Selbstachtung und auf unsere Identität. Zwar ist verständlich, dass viele – oder die meisten Deutschen gegen Ende des zermürbenden, mörderischen Krieges froh waren, dass es endlich vorbei war. Jedoch, von „Befreiung“ zu sprechen, trifft mit Sicherheit auf die große Mehrheit der Deutschen zum Kriegsende nicht zu. Es würde auch den vielen Soldaten, die ihr Leben gelassen haben, sowie den zivilen Opfern höhnen.

Vielmehr scheint mir diese Rede eine Anpassung an den Zeitgeist zu dokumentieren, – so quasi als Rechtfertigung für die erfolgreiche Umerziehung der Deutschen durch die Sieger – für unsere willige Umarmung des „american way of life“.

Ähnlich stelle ich mir die Reden früher christlicher Missionare vor, wie sie die vorchristlichen germanischen Götter als barbarisch – „pfui-bäh“ portraitiert haben, um einer Rückkehr ihrer eroberten Schafe vorzubeugen. So läuft Geschichte.

 

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Kanzlerin Angela Merkel erfreut sich großer Beliebtheit beim Volk. ( allerdings tut das Putin auch – bei seinem Volk) Im amerikanischen Newsweek erschien sie auf der Titelseite und wurde als „die mächtigste Frau der Welt“ gepriesen. Auch Obama und zuvor G.W.Bush lobten sie als zuverlässige Freundin.

Bismarck wurde seinerzeit nicht so viel gelobt und geliebt, schon gar nicht im Ausland. Dafür aber wurde er geachtet, respektiert und sogar zuweilen gefürchtet – auch und gerade vom Ausland. Viele Engländer haben heute noch einen größeren Groll auf Bismarck (und Preußen), als auf Hitler.

Ich weiß zwar nicht alles, aber alles was ich weiß und was ich sehen, hören und lesen kann, deutet mir darauf hin, dass Fr.Merkel in grotesker Weise überschätzt und überhöht wird – gezielt von Medien, die größtenteils in ausländischer Hand sind. Ich vertrete die Meinung, dass Merkel in späterer Geschichtsdarstellung als die schlechteste Kanzlerin (Kanzler) der Nachkriegszeit bewertet werden wird. Begründen möchte ich diese Meinung mit drei beispielhaften politischen Ereignissen – oder Gegebenheiten.

  1. Die „alternativlose“ ( weil phantasielose) Bankenrettung 2009 – 10.

Ja, zugegeben, die Alternativlosigkeit bestand, – aber sie bezieht sich auf ein System, (daher auch das Wort von „systemrelevant“) – welches wir nicht brauchen und wollen.Jedenfalls ich nicht – und mit  mir schätze ich eine Mehrheit im Volk.

  1. Die Snowden Geschichte und ihre feige Angst, – die Amerikaner zu verärgern, – sogar wo bekannt wurde, dass sie ihr Handy abhören, – indem sie einer Einladung Snowdens nach Deutschland nicht zustimmt. Ich hätte ihn eingeladen, selbst wenn klar gewesen wäre, dass von ihm nichts Wesentliches mehr zu erwarten gewesen wäre, nur um gegen Amerika ein Zeichen zu setzen.
  2. Die Ukraine Krise. Alle Welt weiß heute (jedenfalls alle, die’s wissen wollen) – dass der Coup gegen Janukowitsch ein von USA geführter Putsch war. Über die Hintergründe des Flugzeugabschusses will ich gar nicht viele Worte machen – jeder kann’s heute im Internet nachfragen. So fragwürdig die Untersuchungsergebnisse, – es hat als Begründung gereicht, den kalten Krieg gegen Putin – Russland mit Sanktionen neu aufzulegen. Man braucht wirklich nicht viel Fantasie oder Politikverständnis um auf einen Blick zu erkennen, wem die Ukraine Krise nützt.
  3. Und so werfe ich Fr.Merkel vor, dass sie uns an Amerika verkauft (für ihr und ihrer Truppe Verbleib im Amt und an der Macht)

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