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Tear down this wall

„Tear down this wall“

Herr Putin, reißen Sie die Mauer (in den Köpfen der Deutschen) ein!

Was kostet den Staat ein Menschenleben, bis zu dem Zeitpunkt, wo er/sie in’s Berufsleben eintritt und selbst Steuern zahlt? Kindergeld, Schule, Universität, Sozialförderungen aller Art – ich weiß es nicht. Man könnte es herausfinden, – ich schätze mal so zwischen 50 und 150 tausend Euro.

Nun schlage ich Herrn Putin nichts weniger, als eine „Werbekampagne“ vor, – in welcher er deutsche Auswanderungswillige nach Russland einlädt und ihnen eine attraktive „Starthilfe“ anbietet. Ähnliche „Einwanderungsprogramme“ gab es in den sechziger und siebziger Jahren in Australien und Kanada. Schon Friedrich der Große und sein Vater, der Soldatenkönig pflegten ähnliche Ideen, als sie Flüchtlinge aus anderen europäischen Staaten willkommen hießen und ihnen großzügige Startbedingungen gewährten. Viele dieser Hugenotten, Juden und andere waren fleißige Handwerker und halfen dem Preußischen Staat zum Aufstieg.

Meine Eltern sind selbst 1960 mit mir und sechs meiner Geschwister nach Australien ausgewandert. Zwar bin ich nach Deutschland zurückgekehrt, aber 11 Geschwister (Halbgeschwister) leben heute mit ihren Familien in Australien. Und es entsteht auf diese Weise ein reger, kultureller und wirtschaftlicher Austausch zwischen diesen Staaten.

Zwar habe ich gar nicht den Wusch, gut ausgebildete Bürger aus Deutschland zu „vertreiben“, – aber – aus „strategischen“ Gründen sozusagen, wünsche ich eine Deutsch – Russische Annäherung und Kooperation.  – Darüber habe ich hier in meinem Blog schon viel geschrieben.

Ich glaube, dass es derzeit in Deutschland sehr viele Auswanderungswillige gibt – und dass diese Zahl noch erheblich steigen wird, – mit dem sich abzeichnenden Niedergang der „Westlichen Gemeinschaft“. Die Unzufriedenheit mit unserer Regierung ist – nicht nur, aber auch wegen des Corona -Hypes erheblich in der deutschen Bevölkerung.  Und wenn es „nur“ Tausend wären (aber ich glaube, es sind hundert Tausende) so können diese schon ganz schön etwas bewirken. Vor Allem, wenn man in etwas größeren Zeiträumen denkt.

Schon 2017 bei meiner ersten Russlandreise, mit der IHK Lübeck und Bürgermeister Bernd Sachse, als wir einer Einladung der Hansestadt Veliky Novgorod folgten, regte ich für die dortige Universität ein Angebot zum Russisch lernen für Deutsche – und Deutsch lernen für Russische Bürger an. So etwas, wie ein „Powerkurs“ – in dem man in kurzer Zeit (2 bis sechs Monate) einen Einstieg, – so eine Art Basiswissen erwerben könne. Und so würde jeder Deutsche, der Russisch lernt und nach Russland fährt – sowie jeder Russe, der Deutsch lernt und nach Deutschland fährt, eine Völkerverständigung fördern. Solche Programme könnten auch staatlich gefördert werden.

Ideen zur Förderung eines Deutsch – Russischen Austausches gibt es viel. Neben einer Förderung und Subventionierung von Tourismus, Kultur, Wirtschaf und Sport, – könnten Siedler Land erhalten (Russland hat ja reichlich davon)  – Deutsch – Russische Ehen, die in Russland geschlossen werden könnten einen „Bonus“ von zB. 50.000 € erhalten, wenn die Eheleute dauerhaft ( oder sagen wir zB. für mindestens 10 Jahre in Russland leben wollen)

So hat mein heutiger Aufruf an Putin einen leicht ironisch umgekehrten Sinn, wie das berühmt gewordene Wort Ronald Reagans, der seinerzeit 1987 in einer Rede an der Berliner Mauer rief, – „Mister Gorbatschow, – tear down this wall!“

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