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Bündnisfall

So, in wenigen Tagen geht’s los nach Syrien. Da will ich schnell noch ein paar Zeilen an meine Leser richten.

In diesen Tagen schlägt der Scripal Vergiftungsfall in England große Medienwellen. Es werden grotesque Kapriolen geschlagen. – So zB. Theresa May: – “ wir wissen nicht wer es war, aber wahrscheinlich waren es die Russen, und wir geben ihnen bis morgen Zeit, ihre Unschuld zu beweisen“

Sigmar Gabriel (ex Außenminister) :- „wenn sich herausstellt, dass es die Russen waren, dann ist das eine sehr ernste Angelegenheit“  – ( wenn’s die Briten selbst, oder die Amis, oder sonst wer war, – ja dann ist das natürlich was ganz anderes – (als eine ernste Angelegenheit)

Für mich noch empörender oder besorgniserregender, als das ausgesprochen dreiste Vorgehen der Briten war die vorschnelle Bündnis – Solidaritätserklärung der USA, Frankreichs und Deutschlandes. Es wurden hier auf gröbste Art und Weise – jede Rechtsstaatlichkeit verlassen und auf völlig aggressive Weise provoziert.

Wenn man sich fragt, was geht hier eigentlich vor sich – und dabei das „qui bono“ Prinzip anwendet, – wem nützt es? – so muss man da Russland eigentlich sehr schnell ausschließen. Die DWN (Deutsche Wirtschafts Nachrichten) tippen als Antwort auf die Frage – Großbritannien sei derzeit Schauplatz eines brutalen Handelskrieges um Gas – zwischen USA und Russland. Das sind einleuchtende Argumente, wenngleich sie natürlich keine Rechtfertigung liefern für ein derartiges Vorgehen. Andere Kommentatoren führen an, Theresa May und ihre Regierung hätte innenpolitisch derzeit so sehr den Rücken zur Wand, wegen der schlecht laufenden Brexit -Verhandlungen, – dass jedes Mittel willkommen ist, um davon abzulenken. Ich selbst sehe auch einen Zusammenhang zum North Stream2 Projekt. Es ist lange bekannt, dass die USA dieses Projekt verhindern möchten, um ihr eigenes Liquid Fracking Gas auf dem Europäischen Markt platzieren zu können. Dazu ist erst vor Kurzem ein Brief  an den Amerikanischen Präsidenten,- unterzeichnet von 39 US Senatoren, veröffentlicht worden, in dem sie in den dringendsten Tönen um eine Verhinderung des Baues der North Stream 2 Pipeline ersuchen. Unter den lächerlichen angeführten Gründen nennen sie, dass sie besorgt seien, dass Europa zu sehr von Russischem Gas abhängig würde.

Angesicht solch hoher Einsätze, (Profite) – waren Amerikaner noch nie sonderlich zimperlich, – einen oder ein paar Morde zu begehen. Beispiele ließen sich zu Hauf zitieren.

Für mich zeigt auch der Duktus der eiligen Aktionen auf die Spur der Täter, wenn auch nicht gleich auf ihre wirklichen Absichten. Agentenmorde sind weltweit auf der Tagesordnung und werden meistens nicht sehr stark publiziert. In jedem „Normalfall“ hätte man den Ball flach gehalten – und in angemessener Ruhe hinter den Kulissen recherchiert und gehandelt.

Die derzeitig angespannte geopolitische Lage, in der es den Anschein hat, Amerika oder der Westen suche angespannt und desperat den Konflikt, – wenn nicht sogar den Krieg – mit Russland, – mag auch hier eine Rolle spielen.  Die voreilige Bündniserklärung der vier Nato Mächte deutet mir darauf hin.

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