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Eurasisches Projekt

Alfred Kath Hamdorf 12.08.2018
Eurasische Gesellschaft
Von meiner zweiwöchigen, geplanten Deutschlandreise zurück, möchte ich nun ein Fazit ziehen und weiter einen Vorschlag zur Gründung eines Think Tanks „Eurasische Gesellschaft“ ausarbeiten und unterbreiten.
Nachdem ich letztes Jahr drei Mal in Russland unterwegs war, dann eine Deutschlandreise unternahm – und dieses Jahr zwei Wochen zu Ostern in Syrien mit einer Schweizer Reisegruppe war, des Weiteren, nachdem ich jetzt ca. ein halbes Jahr intensiv auf Facebook aktiv bin und einen eigenen Blog gestartet habe – und zuletzt diese Deutschlandreise unternommen habe, mit dem Ziel, mich mit Freunden und Gleichgesinnten zu treffen, vernetzen und verständigen, komme ich zu folgenden Schlüssen und Ansichten:-
1/ Mir scheint in Deutschland (wahrscheinlich sogar europaweit) in der Bevölkerung eine Sehnsucht, oder ein Wunsch nach einer tiefgreifenden Veränderung vorhanden zu sein. Die Gründe dafür sind wohl vielschichtig und ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Phänomene wie der Brexit, Trump, das Auseinanderfallen der EU, aber auch – die Neue Seidenstraße usw. zeigen uns unmissverständlich an, dass wir in starken Umbruchzeiten leben. Die Weltmacht Amerika, noch vor zwanzig Jahren als die einzige verbliebene Weltmacht nach dem Zerfall der Sowjetunion – mit triumphalen Globalisierungsphantasien beflügelt, erscheint nun abgeschlafft, orientierungslos und in einem rasanten Tempo an Macht zu verlieren. – Trumps Slogan „make America great again“ – ist im Grunde genommen ein klares Eingeständnis, – dass es nicht mehr „great“ ist. Mit der Trump Wahl, die eine Protestwahl gegen das Establishment, gegen die herrschenden Eliten war – und dadurch, dass diese – die alten Eliten mit dem Ergebnis dieser Wahl nicht einverstanden sind, – haben wir seit einem Jahr die heftigsten Diadochenkämpfe – und fast könnte man sagen – zwei Regierungen in Amerika.
2/ Die deutsche Regierung unter Merkel, aber auch der größte Teil der europäischen Länder, sowie die Brüsseler Bürokratie, welche sich über Jahre hinweg, besonders seit 9/11 in immer größere Vasallenabhängigkeit zu den USA begeben hat, ist (sind) durch die Trump Wahl ebenfalls zutiefst verunsichert worden und hält (halten) krampfhaft an den alten Strukturen fest, d.h. hält (halten), gemeinsam mit den Mainstream Medien zu den alten Eliten, in der Hoffnung, das Trump Phänomen möge ein vorübergehender Spuk sein – und es werde sich alles zum guten alten Trott zurückkehren lassen.
3/ In der Zwischenzeit formiert sich im Osten mit China, Russland, Iran, Indien – kurz den BRICS Ländern eine neue Macht und Weltordnung. Die Neue Seidenstraße steht symbolisch für diese Entwicklung. Sie ist das mit Abstand größte Bau und Konjunkturprojekt je aufgelegt in der Menschheitsgeschichte.
Nicht nur darum, sondern auch, weil Russland mit seinen riesigen Rohstoff – und Energiereserven uns näher ist, als die USA, – glaube ich, dass unsere Zukunft – im Osten liegt, – in einer Eurasischen Kooperation.
4/ Das Eurasische Projekt ist schon unterwegs – und es wird auch mit Sicherheit uns mit einschließen, davon bin ich überzeugt. Die Frage ist nur, was können wir tun? Wann und wie können wir da eine substanzielle Rolle im Zusammenspiel einnehmen.
Der Schluss, zu dem ich komme, – dass wir nämlich je schneller und beherzter wir dort mit anpacken, – umso größer unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten sein werden, – wird wohl niemanden überraschen.

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